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Teilnehmer 2011

Nairy Baghramian
Die Künstlerin Nairy Baghramian (geboren 1971) arbeitet schwerpunktmässig in den Medien Skulptur, Fotografie und Text. Sie lebt und arbeitet in Berlin. 2007 waren ihre Arbeiten bei den Skulptur Projekten 07 in Münster zu sehen. Darüber hinaus zeigte sie Einzelausstellungen in der Kunsthalle Basel (2006), der Kunsthalle Baden-Baden (2008) sowie 2010 – zusammen mit Phyllida Barlow – in der Serpentine Gallery, London. 2011 ist sie auf der 54. Venedig Biennale vertreten.

Jan von Brevern
Jan von Brevern (geboren 1975) studierte Kunstgeschichte, Philosophie und italienische Literatur in Hamburg, Neapel und Berlin. Von 2005 bis 2009 war er Assistent am Lehrstuhl für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts Bildkritik "eikones" an der Universität Basel. Hier schrieb er seine Dissertation über geologische Bilder bei John Ruskin, Eugène Viollet-le-Duc und Aimé Civiale (Titel der Arbeit: "Latente Bilder. Fotografie und Geologie um 1850"). Seit 2010 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin.
Mitarbeiterseite Jan von Brevern

Andrea Deplazes
Der Architekt Andrea Deplazes (geboren 1960) lebt und arbeitet in Chur und Zürich. Er diplomierte 1988 an der ETH Zürich bei Professor Fabio Reinhardt. Im selben Jahr gründete er zusammen mit Valentin Bearth das Architekturbüro Bearth & Deplazes AG in Chur, das sie seit 1995 gemeinsam mit Daniel Ladner leiten. Zu den bekanntesten Projekten des Büros zählt die Neue Monte Rosa Hütte (2009). Deplazes ist seit 1997 Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich. Zwischen 2005 und 2007 amtierte er als Dekan der Fakultät.
Bearth & Deplazes AG Chur

Hamish Fulton
Der "walking artist" Hamish Fulton (geboren 1946) lebt und arbeitet in Canterbury, GB. Er studierte von 1966 bis 1969 Bildhauerei am Central Saint Martins College of Art und am Royal College of Art in London. Seine Arbeitsgrundlage sind Wanderungen, die ihn auf verschiedenste Berge der Erde und auch ins Engadin führten, wo die Arbeit "Water from the Mountains" (2007) entstand. Nach zahlreichen Ausstellungsteilnahmen, etwa der Documenta in Kassel, gelang es ihm 2009 den Mount Everest zu besteigen. Dazu publizierte er die Monografie "The Uncarved Block" (Edition Lars Müller, 2010).
Webseite Hamish Fulton

Dominique Gonzalez-Foerster
Dominique Gonzalez-Foerster wurde 1965 in Strasbourg geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Paris und Rio de Janeiro. Ihre Arbeit umfasst Environments, Film, Theater und Architektur. Im April 2011 setzte Gonzales-Foerster eine Inszenierung unter Einbezug des Publikums in der Guggenheim Rotunda in New York um. Zu ihren Einzelausstellungen gehören Projekte für die Tate Modern in London (2008) und dem Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y Léon in Spanien (2008); sie nahm an verschiedenen grossen Ausstellungen wie der Venedig Biennale (2009) teil. 2002 wurde ihr der Marcel-Duchamp-Preis in Paris verliehen.

Nikolaus Hirsch
Der Architekt Nikolaus Hirsch (geboren 1964) ist Rektor der Städelschule und Direktor des Portikus in Frankfurt am Main. Zu den wichtigsten Bauten gehören die preisgekrönte Synagoge Dresden (2001), das Dokumentationszentrum Hinzert (2006) sowie zahlreiche Ausstellungsarchitekturen wie "Indian Highway" mit MF Husain in der Serpentine Gallery in London (2009). Im Zentrum jüngerer Projekte von Nikolaus Hirsch stehen experimentelle Kunstinstitutionen wie die European Kunsthalle (2006-2008), unitednationsplaza mit Anton Vidokle in Berlin (2006-2008), Cybermohalla Hub in Dehli (seit 2008) sowie eine Atelierstruktur für Rirkrit Tiravanijas "The Land" (seit 2009). Hirsch kuratierte unter anderem "ErsatzStadt: Repräsentationen des Urbanen" an der Volksbühne Berlin (2005) und "Cultural Agencies" in Istanbul (2009).
Büro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch

Sarah Morris
Die Künstlerin und Filmemacherin Sarah Morris (geboren 1967) lebt und arbeitet in New York und London. Ihre meist grossformatigen Gemälde zeichnen sich durch leuchtende Farben und abstrakte Strukturen aus. Thematisch setzt sie sich sowohl in der Malerei wie auch im Film mit der Stadt des 20. und 21. Jahrhunderts auseinander. Dabei sind ihre Filme meist "Biografien" von Grossstädten, die die Atmosphäre, ihren Charakter oder ein bestimmtes Ereignis festhalten. Ihr neuester Film ist der Stadt Chicago gewidmet ("Chicago", 2011). Morris Arbeiten waren in zahlreichen Einzelausstellungen unter anderem im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst in Berlin (2001), dem Moderna Museet in Stockholm (2005), dem Palais de Tokyo in Paris (2005), der Fondation Beyeler in Riehen (2008) und dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main (2009) zu sehen. Während der St. Moritz Art Masters wird eine Retrospektive ihrer Filme im Kino Scala in St. Moritz zu sehen sein.

Gianni Pettena
Gianni Pettena (geboren 1940) gehört – zusammen mit Archizoom, Superstudio und UFO – zum Kern des Radical Architecture Movement in Italien. Bis heute hat dieses einen bedeutenden Einfluss auf die zeitgenössischen Experimente in den Bereichen Architektur und Design. Sein Buch "L’Anarchitetto" (1972) ist eine Kombination aus visueller Erfindung und fotografischem Tagebuch und wird als Manifest der erweiterten Vorstellung von Architektur betrachtet. Pattenas Arbeiten waren unter anderem in der Athen Biennale (2009), der Manifesta 7 in Rovereto, Italien (2008) und der Valencia Biennale (2003) zu sehen.
Webseite Gianni Pettena

Walid Raad
Das Werk des Künstlers Walid Raad (geboren 1967) umfasst die Medien Fotografie, Installation, Performance, Video und Essay. Derzeit ist er Dozent an der Cooper Union Universität in New York, wo er auch lebt. Neben zahlreichen anderen Preisen wurde er 2011 mit dem Hasselblad Foundation Award ausgezeichnet.
Von 1989 bis 2004 setzte er sich im Rahmen von The Atlas Group, einem fiktiven Künstlerkollektiv, intensiv mit der gewaltsamen Geschichte des Libanon, vor allem den Kriegen zwischen 1975 und 1991, auseinander. Seine Arbeiten waren unter anderem im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst, Berlin (2006), der 50. Venedig Biennale (2003) und der Documenta 11 (2002) zu sehen. Von August bis Oktober 2011 zeigt Raad seine Arbeiten in der Kunsthalle Zürich.
Webseite The Atlas Group

Ritu Sarin & Tenzing Sonam
Seit mehr als 20 Jahre setzen sich Ritu Sarin und Tenzing Sonam in ihrem filmischen Schaffen mit dem Land Tibet auseinander. Dabei stehen Themen wie Exil, kulturelle Identität und politische Themen im Zentrum. Diese werden auf der einen Seite dokumentarisch aufgegriffen, andererseits kritisch hinterfragt. Mit ihrer Produktionsfirma White Crane Films drehten und produzierten sie zahlreiche Dokumentationen unter anderen "The Reincarnation of Khensur Rinpoche" (1991) und "The Sun Behind the Clouds: Tibet’s Struggle for Freedom" (2010) sowie den Spielfilm "Dreaming Lhasa" (2005).
Webseite White Crane Films

Kai Schlenther
Der Architekt Kai Schlenther (geboren 1963) studierte an der Fachhochschule Biberach und arbeitete nach seinem Studium zunächst in Tübingen und Metzingen. Nach zahlreichen Reisen in den Nahen Osten gründete er 2008 die Firma Dar Al Estidama (Haus für Nachhaltigkeit) in Abu Dhabi, die jetzt ihren Sitz in Bishek, Kirgistan hat, wo er auch an zwei örtlichen Universitäten lehrt. Kai Schlenther ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), des Deutschen Rates für Nachhaltigkeit in den VAE und der Emiratisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (AHK).

Philip Ursprung
Der Kunsthistoriker Philip Ursprung (geboren 1963), schloss seine Studien an der Université de Genève, der Freien Universität Berlin und der ETH Zürich ab. Seit 2011 ist er Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich, und seit 2007 Gastprofessor an der Graduate School of Architecture, Planning and Preservation der Columbia University New York. Zuvor hielt er die Professur für Moderne und zeitgenössische Kunst am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich. Er arbeitete auch als Kurator und veröffentlichte vielbeachtete Publikationen zu zeitgenössischer Kunst und Architektur, etwa zu Robert Smithson, Allan Kaprow und Herzog & de Meuron.
Mitarbeiterseite Philip Ursprung

Lawrence Weiner
Lawrence Weiner (geboren 1942) schafft Skulpturen im Medium der Sprache. Weiner veröffentlicht seine Spracharbeiten jeweils zuerst in Büchern, danach auf Plakaten, Hausfassaden, Zeitungen oder im Ausstellungsraum. In Zuoz realisierte er eine Arbeit für das Hotel Castell (1999/2004). Sein Werk war kürzlich in umfassende Einzelausstellungen in The Whitney Museum of American Art, New York (2007), Museum of Contemporary Art, Los Angeles und K21 Kunstsammlung Nordhein-Westfalen, Düsseldorf (2008), The Power Plant, Toronto (2009) sowie im MUDAM, Luxemburg (2010) zu sehen. Für die diesjährigen St. Moritz Art Masters gestaltete Lawrence Weiner künstlerische Werbebanner.

Peter Zumthor
Peter Zumthor (geboren 1943) ist ein international bekannter Schweizer Architekt und ehemaliger Denkmalpfleger im Kanton Graubünden, wo er lebt und arbeitet. Für sein Lebenswerk wurde er 2009 mit dem wichtigsten Architekturpreis ausgezeichnet, dem Pritzker-Preis. Zu seinen Bauten gehören einzigartige Orte wie die Kirche Caplutta Sogn Benedetg in Sumvitg, Grisons, Schweiz (1988); Therme Vals, Schweiz (1996); Kunsthaus Bregenz, Österreich (1997); Kolumba. Kunstmuseum des Erzbistums Köln, Deutschland (2007); Bruder Klaus Kapelle, Wachendorf, Deutschland (2007).